Das Projekt in Zahlen
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01/2022 Projektbeginn
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300.000 € Gesamtkosten
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05/2025 Aufstellung Messturm
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7 Jahre Beobachtung und Messung
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23 ha Wiedervenässtes Gebiet
LWL-Klima und Biodiversitätsgebiet, Forstgut Ammeloe
Im Rahmen des Projektes zum Klimaschutz und zur Förderung der regional-typischen Biodiversität hat der LWL in seiner Waldliegenschaft Lüntener Wald in Vreden, Kreis Borken eine Wiedervernässungsmaßnahme durchgeführt mit dem Ziel, die künstlich entwässerten und nicht standortgerechten Wälder (Kiefer, Roteiche etc.) auf ca. 75 Hektar in standortgerechte Moorwälder (Moorbirken-Bruchwälder) mit eingestreuten Moorschlenken und Gagelbrüchen umzuwandeln. Dabei wurde durch das kaskadenartige Aufstauen von Entwässerungsgräben die maximal umwandelbare Fläche vernässt, ohne dabei Flächen Dritter oder öffentliche Wege zu beeinträchtigen. Unter anderem ist der tief eingeschnittene und im Frühling stark wasserführende Hauptentwässerungsgraben Nr. 2500 über Kaskaden aufgestaut worden.
Zudem sind kleinere Entwässerungsgräben, die in diesen münden, mitbetrachtet und ggf. ebenfalls aufgestaut werden. Das Ziel war es, zum einen die Maßnahmen nach dem FFH-Maßnahmenkonzept (Mako) umzusetzen und zum anderen darüberhinausgehend, so viel Wald wie möglich in Moorwald, bzw. Moorbirken-Bruchwald mit eingestreuten Moorschlenken und Gagelbrüchen umzuwandeln. Dabei sind vorhandene Heideweiher und Moore erhalten geblieben. Zudem ist der FFH-geschützte Lebensraumtyp mit alten Stieleichen im Süden des Gebietes erhalten geblieben.
Nachhaltigkeit und Energieeffizienz
Im Rahmen des Wiedervernässungs-projekts im Lüntener Wald hat die Universität Münster in Zusammenarbeit mit dem LWL-BLB sowie dem LWL-Museum für Naturkunde mit Planetarium ein hochauflösendes System zur Beobachtung von Treibhausgasflüssen eingerichtet, den Eddy-Kovarianz-Turm. Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen sowie die Energieflüsse zwischen Waldökosystem und Atmosphäre vor, während und nach den Wiedervernässungsmaßnahmen kontinuierlich zu erfassen. Im Folgenden wird ein Überblick über die vorläufigen Beobachtungen während der „Vor-Wiedervernässungsphase“ gegeben.
Eine besondere Herausforderung war es, eine geeignete Firma zu finden, die bereit war in einem Wald einen 30 m hohen Turm aufzustellen und die Beauftragung so zu gestalten, dass sie einer vergaberechtlichen Prüfung standhält.
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