Das Projekt in Zahlen
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7.120 m² BGF gesamt
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09/2026 Baubeginn
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27 Mio € Gesamtkosten
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1,9 Mio € Öffentliche Fördermittel
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03/2028 Geplante Fertigstellung
Rheinisch-Westfälische Realschule für Gehörlose
Uhlandstraße 88, 44147 Dortmund
Der Entwurf sieht für den Ersatzneubau ein Ensemble aus drei miteinander verbundenen, drei- bis viergeschossigen Baukörpern, mit flach geneigten Satteldächern vor. Der Neubau ist zudem niveaugleich mit dem Bestandsgebäude 012 verbunden. Für den Pausenhof wird eine Grenze zum Straßenraum geschaffen, die dem Schulgrundstück Sicherheit und Intimität verleiht. Formensprache und Materialität des Neubaus orientieren sich an die Bestandsgebäude und der direkten Umgebung des Viertels. Die drei Baukörper erhalten auf Fassade und Satteldach eine Haut aus rot-braunen Tonziegeln. Die Eingangshalle und die „Adapter“ zwischen den Baukörpern werden als gläserne Fugen ausgebildet. Der Entwurf sieht eine klare, übersichtliche Gliederung des Schulhofes in eine Aktiv- und eine Ruhezone vor.
Ein durchlaufender und einheitlicher Pflasterbelag verbindet den Innen- mit dem Außenraum. Der Haupteingang liegt an der Südseite und wird über den Schulhof erschlossen. Die einladende Eingangshalle bietet durch die zentrale Sitztreppe viele Möglichkeiten für unterschiedlichste Veranstaltungen oder informellen Aufenthalt. Die innere Haupterschließung verbindet die verschiedenen Funktionsbereiche der vier Baukörper auf allen Ebenen. Dank ihrer großzügigen Dimensionierung und der immer wiederkehrenden Aufweitungen werden die Verkehrsflächen gleichzeitig zu Kommunikationszonen. Die Schule ist als Cluster-Schule geplant. Um die offenen Lernbereiche werden zwei Inputräume und eine Teamstationen, zum differenzierten Lernen, angeordnet. Jedes Cluster stellt eine eigenständige Lerneinheit dar, in der Offenheit, Flexibilität und Austausch zwischen den verschiedenen Gruppen im Fokus stehen soll.
Im Zuge der Ganztagsbetreuung wird es eine „Verteilerküche“ geben, mit angrenzendem Cafeteria- und Aufenthaltsraum. Der Bereich ist flexibel gestaltet, so dass unterschiedliche Veranstaltungen, auch von außerhalb, stattfinden können. Die Konstruktion des Neubaus ist ein Mix aus Stahlbeton und Holzbau. Die Treppenhäuser, der Aufzugskern und geringe Teile der Außenwände sind in Stahlbeton ausgebildet und dienen der Aussteifung. Generell sind die Außenwände als Holzrahmenbau konzipiert, mit Holzstützen als Tragstruktur dazwischen. Passend dazu die Geschossdecken als Holz-Beton-Verbunddecken. Das energetische Konzept basiert auf der Nutzung von Fernwärme, das sich aus mehreren Varianten als die wirtschaftlichste und nachhaltigste Lösung für den Standort dargestellt hat. Der Heizbedarf wird über
eine Fußbodenheizung sichergestellt. Zusätzlich wird eine Lüftungsanlage verbaut, um eine dauerhaft gute Luftqualität sicherzustellen.
Nachhaltigkeit und Energieeffizienz
Ziel ist es, eine DGNB-Zertifizierung in der Kategorie Gold zu erlangen. Es handelt sich um ein Klimafreundliches Nichtwohngebäude mit dem Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG), einem Energiestandard EG40 und der Einhaltung der Checkliste zur LWL-Gebäudeleitlinie 2030 – LWL-Regelstandards für nachhaltiges Bauen.
Besonderheiten und Herausforderungen
Der Teilersatzneubau wird mit dem Bestandsgebäude 012 verbunden, das Bestandsgebäude 012 wird zusätzlich kernsaniert. Der Neubau wird in Clusterbauweise errichtet, welches neue pädagogische Schulkonzepte ermöglicht. Zugleich stellen sich dadurch neue Herausforderungen im Bereich des Brandschutzes auf.
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